Die Kindertagesstätte ergänzt und unterstützt die Erziehung des Kindes in der Familie und erweitert seinen Erfahrungsraum. Sie hat die Aufgabe, den Kindern Grundfähigkeiten zu vermitteln, mit denen sie gegenwärtige und zukünftige Situationen der Umwelt und des Lebens bewältigen können. Ansatz unserer pädagogischen Arbeit ist die Einmaligkeit des Kindes, sein individueller Entwicklungsstand und seine Bedürfnisse, wobei unsere pädagogische Inhalte sich in folgende Punkte unterteilen:
Pädagogische Zielsetzung
„Nimm mich so, wie ich bin! Wenn du mich so annimmst, wie ich bin, fühle ich mich sicher. Dann kann ich ganz offen mit dir reden und auch meine Gefühle zeigen. Ich muss noch viel lernen; das ist manchmal gar nicht so einfach. Dabei brauche ich deine Hilfe. Unsere schönsten Begegnungen sind, wenn du Zeit hast für mich, wenn du mich mit meinen Fragen und Problemen ernst nimmst.“
Unsere Kindertagesstätte steht allen Kindern offen. Anderen Weltanschauungen und Kulturen wollen wir mit Verständnis und Toleranz begegnen. Unser Ziel ist die Förderung der Entwicklung und Erziehung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit. Deshalb sehen wir die Kindertagesstätte nicht nur als Spiel-, sondern auch als eine Lebensgemeinschaft, in der Kinder und Erzieher miteinander und voneinander lernen. Die Kinder lernen durch das eigene Tun, erobern spielend und sich bewegend ihre Umwelt. Wir bieten den Kindern entdeckendes, erlebendes, lebendiges Lernen und gestalten mit ihnen entsprechend dem Alter und Entwicklungsstand das Alltagsgeschehen.
Unsere Grundhaltung basiert auf gegenseitiger Achtung und Wertschätzung, bedürfnis- und erlebnisorientiertes Arbeiten, sowie unsere Vorbildfunktion ist dabei von wesentlicher Bedeutung. Wir arbeiten familienergänzend und –unterstützend in einer beratenden Funktion.
Unser Profil
Unsere Evangelische Kindertagesstätte „Sonnenblume“ arbeitet nach einem Natur- und Umweltprofil. Der Mensch ist ein Teil der Natur. Er gestaltet seine Umwelt aktiv, er nutzt und verändert sie. Im Idealfall leben Mensch und Umwelt im Einklang miteinander, das bedeutet, dass der Mensch seine natürliche Umgebung nur in der Weise verändert, dass Natur und Umwelt keinen Schaden nehmen, also gesund bleiben.
Allein diese Voraussetzung ermöglicht es ihm selbst, in einem sauberen „Medium“ zu leben, selbst gesund zu sein. Diese Erkenntnis bedarf eines Bewusstseins für Umwelt und Natur, für die Zusammenhänge zwischen allen Lebensformen des Ökosystems Erde und dafür, dass der Mensch nur in einer intakten Umgebung selbst gesund sein kann. Diese Grundvoraussetzung beinhaltet, dass der bewusst lebende, sich als Teil der Natur verstehende Mensch seine Kenntnisse über eine intakte Umwelt auf sich selbst bezieht, das heißt ein Gesundheitsbewusstsein für seinen eigenen Körper entwickelt und diesem gemäß verantwortungsbewusst mit seinem Körper, seiner Seele und mit seinem sozialen Umfeld umgeht.
Wenn wir uns etwas Zeit nehmen und uns in die Geheimnisse der Natur und Umwelt vertiefen, schöpfen wir neue Energien für eine positive Lebensgestaltung.
Das heißt, zu sich im Einklang mit der Natur und Umwelt finden und sich über das eigene Tun verwirklichen.
Die Sensibilisierung aller Sinne, das Hervorrufen von Neugier und Gefühlen ermöglicht den Aufbau einer emotionalen Beziehung zur Natur als Grundlage für einen späteren verantwortungsvollen und bewussten Umgang mit ihr. Erst wenn die Natur bewusst erlebt wird, also über den ersten Eindruck hinaus, dann entdecken wir Verborgenes, was die Schönheit und Einmaligkeit dieses Lebensraumes ausmacht. Die Zeit in der Natur bekommt eine andere Dimension. Statt Hektik und Stress im Alltag werden ablaufende Prozesse in der Natur selbst (Wandel der Jahreszeiten, Entstehen, Wachsen, Werden, Vergehen in der Tier- und Pflanzenwelt) von ihr bestimmt. Nur über ein lebendiges Naturerleben können Kinder durch altersentsprechende Sinnes- und Bewegungserfahrungen den respektvollen Umgang mit belebter und unbelebter Natur gewinnen.
In diesem ganzheitlichen Lernprozess in der Natur als Lebens- und Erfahrungsraum erleben die Kinder über das Staunen, Wundern, Danken Zusammenhänge und Veränderungen ihrer Umwelt und eignen sich erforderliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten an.
Wir, das heißt Kindergarten und Hort, sehen das Natur- und Umwelterleben als langfristigen einheitlichen Prozess an. Im Kindergarten wird durch das Naturerforschen Interesse geweckt. Durch sinnliche Wahrnehmung über Beobachtung, Bestimmen, Untersuchen bis hin zum wissenschaftlichen Experimentieren können im Kindergarten/Hort altersspezifische ökologische Zusammenhänge erkannt und über das eigene Tun widerspiegelt werden.
Kindergarten (0-6 Jahre)
Unsere Kinder gehen auf Naturentdeckung. Alles, was uns täglich umgibt, soll genutzt werden, um Kinder ihre Umwelt bewusst und mit Freude erleben zu lassen. In den Gruppen werden lebensbezogene Angebote in Projektarbeit über Pflanzen, Tiere, Wasser, Müll u.v.a.m. durchgeführt. Unter anderem Themen wie: „Vom Ei zum Frosch“, „Rund um den Igel“, „Plock, der kleine Regentropfen“.
Hort (6-10 Jahre)
Der Erfahrungsraum unserer Kinder beim Naturerleben erweitert sich. Der Hort baut auf theoretisches, vermitteltes, schulisches Wissen (Sachunterricht) auf und schafft Vertiefung durch praktisches Handeln. Themen wie: „Wald“, „Frühling“, „Müllberge um uns“.
Bedeutung des Spiels für das Kind
Das Spiel ist die Haupttätigkeit und ein Grundbedürfnis des Kindes. Es ist die Grundlage des Lernens. Im Freispiel wird es uns u.a. durch Rollenspiele, didaktische Spiele, Theaterspiele, Bau- und Konstruktionsspiele, Sing- und Bewegungsspiele, Sportspiele möglich, Interesse und Freude am lebenslangen Lernen bei den Kindern zu wecken. Es ist eine Form der Betätigung, in der die Bewegung, die Gefühle und das Denken sowie das soziale Handeln gefördert werden.
Lern- und Spielprozesse erfolgen durch flexible Gestaltung der Handlungs- und Erfahrungsräume der Kinder. So sind die Räume im Haus stets veränderbar und die Handlungsräume im Freien jederzeit bei jedem Wetter mit entsprechender Kleidung nutzbar. Raumgestaltung schafft Atmosphäre, regt zum Handeln an, fördert kindliches Wohlbefinden, Kommunikation und ästhetische Erfahrungen.
Für das Kind ist es wesentlich, selbstständig zu entscheiden, wo, wann, mit wem, wie lange, zu welchem Thema und mit welchen Materialien es spielen möchte. Auf diese Weise werden Konfliktsituationen bewältigt, eigene Interessen verwirklicht, und die Kreativität des einzelnen Kindes gefördert und das Miteinander in den Gruppen positiv beeinflusst. Das Spiel führt zu intensiven Lern- und
Entwicklungsmöglichkeiten. Die Kinder erleben sich selbst mit ihren Fähigkeiten und Grenzen. Durch Ausprobieren erweitern sie Schritt für Schritt ihre Kompetenzen. Aus der Spielfähigkeit des Kindes leitet sich die spätere Schulfähigkeit ab.
Schulvorbereitung
Ausgangspunkt der pädagogisch-didaktischen Überlegungen, die zielgerichtete Vorbereitung der Kinder auf die Schule, ist das Kind, das in einer konkreten gesellschaftlich bestimmten Lebenswelt aufwächst. Das Kind setzt sich bereits in den ersten Lebensjahren, von Anfang an auch in unserer Einrichtung, mit dieser Lebenswelt auseinander und macht eigene Erfahrungen, fordert aber auch Lernaufgaben, so vollzieht sich in dieser Einheit die Persönlichkeitsbildung, die ein soziales Geschehen ist.
Kinder in den letzten zehn Monaten vor dem voraussichtlichen Schuleintritt haben bereits ein relativ robustes Selbst- und Weltbild entwickelt, das ihre weiteren Bildungsprozesse beeinflusst, sie verfügen in der Regel über ein voll ausgebildetes Intelligenzprofil, mit dem sich jedes Kind, ob Mädchen oder Junge, auf eine eigene Art und Weise Lernaufgaben nähert und diese zu lösen versucht.
Kinder sind neugierig, wissbegierig und fantasievoll, sie besitzen ein ausgeprägtes Lernbedürfnis, folgerichtig begründet sich im frühpädagogischen Bereich eine Bildungsnotwendigkeit. Hierbei stehen Bildung - Lernen - Erziehung im Zusammenhang. In unserer Einrichtung gibt es reine und altersgemischte Vorschulgruppen, die von ausgebildeten Erzieherinnen im Rahmen der Fortbildung für Erzieherinnen in Kindertagesstätten zur Arbeit mit dem Rahmenplan gemäß KiföG M-V betreut werden.
In unserer Kita erfolgt Bildung, Lernen, Erziehung und Betreuung in allen Gruppen von Anfang an. Durch verschiedene Angebote der Erzieherin (Bewegung, Musik, Natur- und Umweltwissen, Bekanntmachen mit Zahlen) erlangen die Kinder ihre körperlichen, geistigen u. sozialen Voraussetzungen. Die Kinder nutzen didaktisches Spielmaterial zur Schulung der Wahrnehmung, der Grob- und Feinmotorik, zur Sprachentwicklung und Kreativität.
Aufbauend und speziell für die 5-Jährigen legen wir andere Schwerpunkte. Wir sehen den Rahmenplan für die zielgerichtete Vorbereitung auf die Schule nicht losgelöst vom gesamten Tagesablauf unserer Kinder. Die Persönlichkeitsbildung eines jeden Kindes vollzieht sich den ganzen Tag über durch selbstständige Tätigkeit und durch Anregungen durch andere.
Bewegungs- und Gesundheitserziehung
Spiel und Bewegung sind elementare Voraussetzungen für die gesunde seelische und körperliche Entwicklung der Kinder und somit wesentliche Bestandteile unserer Arbeit. Kinder haben einen enormen Bewegungsdrang. Sie erfahren sich selbst und entdecken ihre körperlichen Fähigkeiten und Bedürfnisse, gewinnen zunehmend mehr Sicherheit und Selbstvertrauen, bauen ihre Beziehung zur Welt auf. Das innere Erleben findet in der Bewegung seinen äußeren Ausdruck. Um diesem Grundbedürfnis gerecht zu werden, bieten wir den Kindern die Möglichkeit, in unserem Sport- und Bewegungsraum sowie im Naturaußengelände ihren ganz individuellen Bewegungsbedürfnissen nachzugehen.
Unser Konzept beinhaltet auch die gesunde Ernährung der Kinder und deshalb sind ein gesundes Frühstück am Vormittag und eine gesunde Vesper am Nachmittag besonders wichtig. In diesem Rahmen werden den Kindern verschiedene Brotsorten gereicht und Joghurt, Quark, Wurst und Käse angeboten. Frisches Obst und Gemüse werden außerdem täglich angeboten. Gemeinsam bereiten Erzieherinnen und Kinder Frühstück und Vesper zu. Im Rahmen der Zahngesundheit putzen alle Kinder 2x täglich ihre Zähne (nach dem Frühstück und dem Mittagessen). Jedes Kind hat eine Zahnbürste und Zahnputzbecher. Regelmäßig wird einmal jährlich durch das Gesundheitsamt die Zahnprophylaxe durchgeführt. Projektwochen zum Thema „Zahngesundheit“ werden durch den Arbeitskreis „Gesundheit“ gemeinsam mit den Kindern gestaltet.
Zusatzleistungen
Wir bieten
Englischkurse ab 3 Jahre, musikalische Früherziehung ab 4 Jahre, sowie Schwimmunterricht und DRK Grundkurse (1.Hilfe) für Vorschulkinder. Ebenso haben wir eine Frühförderung bei uns im Hause.
|









|